Im Jahre 1920 wurden die ersten Jagdverbindungen gestiftet. In Berlin die Jagdkorporation Masovia und in Hannover der Akademische Jagdverein Borussia. Aus diesen Ursprüngen entstand am 30. Januar 1922 in Berlin das Kartell akademischer Jagdverbindungen (KAJV), mit den jährlichen Kartelltagen in Wernigerode.

Am 2. Juni 1927 wurde unter Schirmherrschaft des damaligen Präsidenten des Allgemeinen Deutschen Jagdschutzvereins (ADJV, heute DJV) die erste Wernigeröder Tagung der Jagdstudenten im Harz statt. Auf dieser Tagung erfolgte die Umbenennung des KAJV in Wernigeroder Jagdcorps Senioren Convent (WJSC) mit jährlichem Verbandstag in Wernigerode. Als Kartellbezeichnung wurde eine goldene Rehstange von 8 mm Größe eingeführt, die auch heute noch als äußeres Zeichen getragen wird.

Dem Verband gehörten 1933 sechs Jagdcorps an: Berlin, Halle, Breslau, Tharandt, Leipzig und Dresden. Bis zur Selbstauflösung im "Dritten Reich" 1934 wurde der Verbandstag in Wernigerode abgehalten. Nach den Wirren des Krieges fand sich der WJSC im Jahre 1955 wieder, erstarkte durch Neugründungen von Farben tragenden Jagdverbindungen an verschiedenen Hochschulorten und hielt seinen Verbandstag zunächst an jährlich wechselnden Orten ab.

Im Jahr 1956 erfolgte die Umbenennung in Wernigeroder Jagdkorporationen Senioren Convent (WJSC). Von 1964 bis 1990 fand der Verbandstag aufgrund der Teilung Deutschlands auf Schloß Spangenberg (Hessen) statt. Im Jahr 1991 ist der WJSC zum Gründungsort zurückgekehrt und die Mitgliedsbünde treffen sich seit dieser Zeit jedes Jahr in Wernigerode zur Verbandstagung.

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